Die Tour de Vietnam führte in insgesamt 11 Etappen von Hanoi nach Ho Chi Minh City. Wir haben insgesamt ca. 480 km auf dem Rad zurückgelegt und dabei ca. 5.000 Höhenmeter bewältigt. Rund drei Wochen nach der Rückkehr aus Vietnam ist es an der Zeit eine (sportliche) Bilanz zu ziehen. Die Etappen wurden mit Bus und Rad zurückgelegt, beschrieben sind jeweils die mit dem Rad zurückgelegten Abschnitte. Meine Lieblingsetappen sind mit einem (*) markiert :-).
20.11.2011 Hanoi (Prolog)
ca. 15 km Warm-Up Ride in Hanoi (keine Aufzeichnungen vorhanden)
21.11.2011 Hanoi - Mai Chau (*)
Erster Abschnitt
Distanz: 34,9 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 1:53:20
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 18,5 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 44,3 km/h
Anstieg: ?? m | Abstieg: ?? m (keine GPS-Aufzeichnungen vorhanden)
Zweiter Abschnitt
Distanz: 37,4 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 2:14:01
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 16,8 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 43,6 km/h
Anstieg: ?? m | Abstieg: ?? m (keine GPS-Aufzeichnungen vorhanden)
22.11.2011 Mai Chau - Cuc Phuong
Erster Abschnitt
Distanz: 52,3 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 3:06:30
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 16,8 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 41,1 km/h
Anstieg: +586,5 m | Abstieg: -639,0 m
Zweiter Abschnitt
Distanz: 22,9 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 1:15:48
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 16,8 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 43,6 km/h
Anstieg: +22,2 m | Abstieg: -10,1 m
23.11.2011 Cuc Phuong
Distanz: 17,8 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 1:22:00
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 12,9 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 25,9 km/h
Anstieg: +352,2 m | Abstieg: -154,0 m
23./24.11.2011 Transfer Ninh Binh - Hue (Nachtzug)
24.11.2011 Hue (Ruhetag)
25.11.2011 Hue - Hoi An
Distanz: 51,3 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 3:27:15
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 14,8 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 31,5 km/h
Anstieg: +130,0 m | Abstieg: -129,9 m
26.11.2011 Hoi An
Distanz: 27,7 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 2:10:44
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 12,6 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 24,5 km/h
Anstieg: +16,4 m | Abstieg: -6,7 m
27.11.2011 Hoi An - Quy Nhon
Distanz: 56,3 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 2:44:01
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 20,6 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 44,6 km/h
Anstieg: +153,8 m | Abstieg: -169,2 m
28.11.2011 Quy Nhon - Nha Trang (*)
Erster Abschnitt
Distanz: 64,2 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 2:49:13
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 22,8 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 39,5 km/h
Anstieg: +89,5 m | Abstieg: -92,0 m
Zweiter Abschnitt
Distanz: 16,4 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 0:48:28
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 20,3 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 45,0 km/h
Anstieg: +216,1 m | Abstieg: -217,8 m
29.11.2011 Nha Trang (Ruhetag)
30.11.2011 Nha Trang - Da Lat (Königsetappe) (*)
Distanz: 42,3 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 3:15:06
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 12,7 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 46,1 km/h
Anstieg: +1.973,7 m | Abstieg: -615,4 m
01.12.2011 Da Lat
Distanz: 12,8 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 1:26:30
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 12,7 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 38,1 km/h
Anstieg: +379,9 m | Abstieg: -346,4 m
02.12.2011 Da Lat - Ho Chi Minh City
Distanz: 23,7 km | Gesamtzeit (ohne Pausen): 1:01:43
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 23,1 km/h | Maximale Geschwindigkeit: 46,3 km/h
Anstieg: +47,3 m | Abstieg: -465,0 m
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Donnerstag, 29. Dezember 2011
Freitag, 2. Dezember 2011
Tour de Vietnam (5)
Die wirklich atemberaubende und anspruchsvolle Königsetappe führte über den Hon Giao Pass. 30 km bergan, die es in sich hatten.
Unsere mobile Verpflegungstation erwartete uns alle 5 km. Und das war auch gut so, da wir einen ziemlich heißen Tag erwischt hatten und die Sonne vom Himmel brannte.
Insgesamt eine wunderschöne Etappe, "ganz großes Kino"!
Nach Überquerung des Passes dann eine ebenso schöne Abfahrt zu einem Café, wo das Team unseren Lunch zubereitet hat. Das letzte Stück nach Da Lat haben wir dann mit dem Bus zurück gelegt.
In Da Lat hatten wir dann gestern einen Regenerationstag, lediglich am Vormittag sind wir für wenige Kilometer aufs Rad gestiegen, um einige Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Die Beine waren noch ganz schön müde.
Die heutige Schlussetappe der "Tour de Vietnam" führte rund 25 km (überwiegend bergab :-)) von Da Lat zum "Chicken Village". Dort haben wir dann von den Rädern und dem Mechanikerteam Abschied genommen und sind mit dem Bus bis nach Ho Chi Minh City weiter gefahren. Dort endete die "Tour de Vietnam". Insgesamt haben wir in den zwei Wochen rund 480 km zurück gelegt.
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| die Passstraße |
Unsere mobile Verpflegungstation erwartete uns alle 5 km. Und das war auch gut so, da wir einen ziemlich heißen Tag erwischt hatten und die Sonne vom Himmel brannte.
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| die Verpflegungstation |
Insgesamt eine wunderschöne Etappe, "ganz großes Kino"!
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| "Good Job!" |
Nach Überquerung des Passes dann eine ebenso schöne Abfahrt zu einem Café, wo das Team unseren Lunch zubereitet hat. Das letzte Stück nach Da Lat haben wir dann mit dem Bus zurück gelegt.
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| auch andere Räder rollen den Berg hoch |
In Da Lat hatten wir dann gestern einen Regenerationstag, lediglich am Vormittag sind wir für wenige Kilometer aufs Rad gestiegen, um einige Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Die Beine waren noch ganz schön müde.
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| Da Lat - Welcome to "Little Paris" |
Die heutige Schlussetappe der "Tour de Vietnam" führte rund 25 km (überwiegend bergab :-)) von Da Lat zum "Chicken Village". Dort haben wir dann von den Rädern und dem Mechanikerteam Abschied genommen und sind mit dem Bus bis nach Ho Chi Minh City weiter gefahren. Dort endete die "Tour de Vietnam". Insgesamt haben wir in den zwei Wochen rund 480 km zurück gelegt.
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| "Chicken Village" |
Dienstag, 29. November 2011
Tour de Vietnam (4)
Die gestrige Etappe von Quy Nhon nach Nha Trang war die bisher schönste Etappe dieser Tour... und die bisher sportlichste. Schon am Vormittag waren wir sehr schnell unterwegs, beim Lunch hatten wir schon 65 km (23 km/h im Schnitt) hinter uns gebracht. Das lag vor allem an den sehr gut ausgebauten Strassen. Überhaupt muss man sagen, dass die Strassen in einem überraschend gutem Zustand sind, Schotterpisten gibt es kaum, höchstens einmal ein paar Schlaglöcher.
Während der Vormittag überwiegend flaches bis leicht welliges Profil aufwies, hatte es der Nachmittag in sich. 15 km entlang der Küste mit einigen Höhenmetern und spektakulären Ausblicken.
Heute hatten wir dann einen sonnigen Ruhetag in Nha Trang mit Bootstour, Schnorcheln, Schwimmen und einfach nur Relaxen auf dem Boot und später am Strand.
Morgen geht es dann weiter nach Da Lat. Die Königsetappe über den Hon Giao mit besonders vielen Höhenmetern :-).
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| auf dem Weg nach Nha Trang |
Während der Vormittag überwiegend flaches bis leicht welliges Profil aufwies, hatte es der Nachmittag in sich. 15 km entlang der Küste mit einigen Höhenmetern und spektakulären Ausblicken.
Heute hatten wir dann einen sonnigen Ruhetag in Nha Trang mit Bootstour, Schnorcheln, Schwimmen und einfach nur Relaxen auf dem Boot und später am Strand.
Morgen geht es dann weiter nach Da Lat. Die Königsetappe über den Hon Giao mit besonders vielen Höhenmetern :-).
Sonntag, 27. November 2011
Tour de Vietnam (3)
Heute morgen sind wir schon recht früh aufgebrochen. Um 6.30 Uhr (!) ging es zunächst rund 6 Stunden mit dem Bus Richtung Quy Nhon. Das letzte Stück sind wir dann wieder geradelt, insgesamt rund 55 km an der Küste entlang.
Im Vergleich zum Norden sind die Etappen insgesamt flacher, haben aber durchaus den ein oder anderen Anstieg im Profil. Heute gingen die Bergetappen aber eindeutig an Australien. Mir ging es heute zunächst nicht so gut, ich hatte zum ersten Mal in diesem Urlaub mit Magenkrämpfen zu kämpfen. Gegen Ende ging es mir aber wieder besser und ich hatte noch sehr viel Spaß auf einer neu gebauten, sehr breiten und lang gezogenen Umgehungsstraße, die wir nahezu für uns hatten und mal so richtig Gas geben konnten. Um die 40 km/h auf Mountain Bikes über mehrere Kilometer - "so much fun" :-). Zum Abschluss noch ein wenig Verkehr in Quy Nhon, aber das ist ja mittlerweile kein Problem mehr für uns ;-).
Ansonsten war dies heute auch der Tag der "Handclaps". Ich habe so viele Kinder an der Straße abklatschen müssen, dass mir hinterher fast die Hand abgefallen ist ;-).
Da wir relativ spät angekommen sind, werde ich wohl von Quy Nhon nicht viel mehr als nur das Hotel sehen. Ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Nha Trang, wo wir wieder einen längeren Aufenthalt (zwei Nächte) haben werden.
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| auf dem Weg nach Quy Nhon |
Im Vergleich zum Norden sind die Etappen insgesamt flacher, haben aber durchaus den ein oder anderen Anstieg im Profil. Heute gingen die Bergetappen aber eindeutig an Australien. Mir ging es heute zunächst nicht so gut, ich hatte zum ersten Mal in diesem Urlaub mit Magenkrämpfen zu kämpfen. Gegen Ende ging es mir aber wieder besser und ich hatte noch sehr viel Spaß auf einer neu gebauten, sehr breiten und lang gezogenen Umgehungsstraße, die wir nahezu für uns hatten und mal so richtig Gas geben konnten. Um die 40 km/h auf Mountain Bikes über mehrere Kilometer - "so much fun" :-). Zum Abschluss noch ein wenig Verkehr in Quy Nhon, aber das ist ja mittlerweile kein Problem mehr für uns ;-).
Ansonsten war dies heute auch der Tag der "Handclaps". Ich habe so viele Kinder an der Straße abklatschen müssen, dass mir hinterher fast die Hand abgefallen ist ;-).
Da wir relativ spät angekommen sind, werde ich wohl von Quy Nhon nicht viel mehr als nur das Hotel sehen. Ist nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach Nha Trang, wo wir wieder einen längeren Aufenthalt (zwei Nächte) haben werden.
Hoi An
Nachdem der gestrige Vormittag noch sehr regnerisch war, hatten wir bei unserer nachmittäglichen Etappe "Rund um Hoi An" (ca. 30 km) zunächst viel Sonnenschein.
Teilweise ging es wieder durch Wasser, andere Passagen waren sehr schlammig. Ich würde sagen, wir haben die Mountain Bikes mal so richtig schön eingeweiht :-). Unseren Guide hat es dann auch tatsächlich erwischt, er nahm (unfreiwillig und zur Schadenfreude aller) ein Schlammbad. Insgesamt eine sehr spaßige Runde und vor allem endlich mal wieder bei schönem Wetter. Leider hat uns am Ende dann doch wieder ein Platzregen erwischt. Aber im Urlaub nimmt man das ja alles mit der nötigen Portion Humor :-).
Abends habe ich dann noch einen "Hot Pot" probiert. Nicht zu verwechseln mit den heißen Quellen in Island. Bei einem vietnamesischen "Hot Pot" handelt es sich um eine Art Fondue. Das heißt man bekommt einen Topf mit (in meinem Fall) einer kochenden Bouillon mit Gemüse und Tofu auf einem Rechaud. Man kann noch weitere frische Zutaten hinzufügen und isst dies dann gemeinsam mit Reisnudeln. Sehr empfehlenswert!
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| Land unter in Hoi An |
Teilweise ging es wieder durch Wasser, andere Passagen waren sehr schlammig. Ich würde sagen, wir haben die Mountain Bikes mal so richtig schön eingeweiht :-). Unseren Guide hat es dann auch tatsächlich erwischt, er nahm (unfreiwillig und zur Schadenfreude aller) ein Schlammbad. Insgesamt eine sehr spaßige Runde und vor allem endlich mal wieder bei schönem Wetter. Leider hat uns am Ende dann doch wieder ein Platzregen erwischt. Aber im Urlaub nimmt man das ja alles mit der nötigen Portion Humor :-).
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| "Furten" mit dem Rad |
Abends habe ich dann noch einen "Hot Pot" probiert. Nicht zu verwechseln mit den heißen Quellen in Island. Bei einem vietnamesischen "Hot Pot" handelt es sich um eine Art Fondue. Das heißt man bekommt einen Topf mit (in meinem Fall) einer kochenden Bouillon mit Gemüse und Tofu auf einem Rechaud. Man kann noch weitere frische Zutaten hinzufügen und isst dies dann gemeinsam mit Reisnudeln. Sehr empfehlenswert!
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| der vietnamesische "Hot Pot" |
Samstag, 26. November 2011
Tour de Vietnam (2)
Die vierte Etappe führte uns gestern von Hue nach Hoi An. Wenn ich bisher von "regnerischem Wetter" berichtet habe, dann war das lächerlich im Vergleich zu dem, was wir gestern erlebt haben. Morgens sah es eigentlich gar nicht so schlecht aus. Zunächst ging es mit dem Bus von Hue bis zur Küste, dann haben wir die (brand-) neuen Räder in Empfang genommen, das neue Begleitteam kennen gelernt und es konnte losgehen.
Das Wetter verschlechterte sich aber zusehends, schließlich kämpften wir uns durch sturzbachartige Regenfälle. Land unter in Vietnam! Teilweise mussten wir mit dem Rad überflutete Straßen passieren. Bei bis zu 30 cm hohen Wasserständen blieb kein Schuh trocken. Das Ganze hat mich irgendwie an das Furten der Gletscherbäche in Island erinnert ;-). Gott sei Dank war es dabei aber angenehm warm, so dass man nicht gefroren hat.
Nach rund 50 km und nass bis auf die Haut bestiegen wir den Bus, da es bei dem Wetter keinen Sinn machte, den Deo Hai Van ("Wolkenpass") mit dem Rad zu erklimmen. Dieser machte seinem Namen dann auch alle Ehre: wir nahmen den Pass bei weiterhin anhaltendem Regen und im dichtesten Nebel. Die Hoffnung auf Wetteränderung jenseits des Passes (der Pass bildet die natürliche Grenze und Wetterscheide zwischen Nord- und Südvietnam) hat sich dann leider auch nicht erfüllt. Eigentlich standen noch weitere 30 km Radstrecke auf dem Programm, die wir aber angesichts des Wetters und der fortgeschrittenen Zeit dann doch lieber mit dem Bus zurück gelegt haben.
In Hoi An angekommen freuten wir uns erstmal über eine heiße Dusche und die Möglichkeit, uns trocken legen zu können. Das Trockenheitsgefühl währte dann aber nicht lange, da es dann noch einen "Orientation Walk" durch die Stadt gab. Statt mit dem Rad hat man hierbei die überfluteten Straßen in Flip-Flops "gefurtet" ;-). Also gab es wieder nasse Füße...
Hoi An ist der Ort, an dem man v.a. shoppen geht bzw. sich maßgeschneiderte Kleidung bei einem der vielen Schneider an nur einem einzigen Tag anfertigen lassen kann. Aber auch in den vielen kleinen anderen Shops kann man sein Geld lassen. Aus einem der Shops schallte mir dann zu meiner Verblüffung "Last Christmas" entgegen. Kann man diesem Song denn nirgendwo auf der Welt entkommen? Hat mich aber daran erinnert, dass jetzt in Deutschland die Weihnachtsmärkte beginnen. Irgendwie skurril.
Das gestrige Dinner war dann nochmal besonders schön. Wir gastierten in einem von einer lokalen Familie betriebenen Restaurant (Pha Cafe 99). Es gab ein tolles vietnamesisches Barbecue in toller Atmosphäre. Besonderes Highlight zum Abschluss: unser Guide schnappte sich eine Gitarre und gab vietnamesische Songs zum Besten. Wirklich sehr melodisch und mit spanischen Einflüssen ;-).
Fazit des Tages: man soll ja seinen Teller immer aufessen, damit das Wetter gut wird. Das ist in Vietnam aber definitiv nicht möglich!
Und... auch nach der vierten Etappe führt Deutschland die Bergwertung an :-)
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| neue Mannschaft und brandneue Räder in Südvietnam |
Das Wetter verschlechterte sich aber zusehends, schließlich kämpften wir uns durch sturzbachartige Regenfälle. Land unter in Vietnam! Teilweise mussten wir mit dem Rad überflutete Straßen passieren. Bei bis zu 30 cm hohen Wasserständen blieb kein Schuh trocken. Das Ganze hat mich irgendwie an das Furten der Gletscherbäche in Island erinnert ;-). Gott sei Dank war es dabei aber angenehm warm, so dass man nicht gefroren hat.
Nach rund 50 km und nass bis auf die Haut bestiegen wir den Bus, da es bei dem Wetter keinen Sinn machte, den Deo Hai Van ("Wolkenpass") mit dem Rad zu erklimmen. Dieser machte seinem Namen dann auch alle Ehre: wir nahmen den Pass bei weiterhin anhaltendem Regen und im dichtesten Nebel. Die Hoffnung auf Wetteränderung jenseits des Passes (der Pass bildet die natürliche Grenze und Wetterscheide zwischen Nord- und Südvietnam) hat sich dann leider auch nicht erfüllt. Eigentlich standen noch weitere 30 km Radstrecke auf dem Programm, die wir aber angesichts des Wetters und der fortgeschrittenen Zeit dann doch lieber mit dem Bus zurück gelegt haben.
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| Regen und Nebel am Wolkenpass |
In Hoi An angekommen freuten wir uns erstmal über eine heiße Dusche und die Möglichkeit, uns trocken legen zu können. Das Trockenheitsgefühl währte dann aber nicht lange, da es dann noch einen "Orientation Walk" durch die Stadt gab. Statt mit dem Rad hat man hierbei die überfluteten Straßen in Flip-Flops "gefurtet" ;-). Also gab es wieder nasse Füße...
Hoi An ist der Ort, an dem man v.a. shoppen geht bzw. sich maßgeschneiderte Kleidung bei einem der vielen Schneider an nur einem einzigen Tag anfertigen lassen kann. Aber auch in den vielen kleinen anderen Shops kann man sein Geld lassen. Aus einem der Shops schallte mir dann zu meiner Verblüffung "Last Christmas" entgegen. Kann man diesem Song denn nirgendwo auf der Welt entkommen? Hat mich aber daran erinnert, dass jetzt in Deutschland die Weihnachtsmärkte beginnen. Irgendwie skurril.
Das gestrige Dinner war dann nochmal besonders schön. Wir gastierten in einem von einer lokalen Familie betriebenen Restaurant (Pha Cafe 99). Es gab ein tolles vietnamesisches Barbecue in toller Atmosphäre. Besonderes Highlight zum Abschluss: unser Guide schnappte sich eine Gitarre und gab vietnamesische Songs zum Besten. Wirklich sehr melodisch und mit spanischen Einflüssen ;-).
Fazit des Tages: man soll ja seinen Teller immer aufessen, damit das Wetter gut wird. Das ist in Vietnam aber definitiv nicht möglich!
Und... auch nach der vierten Etappe führt Deutschland die Bergwertung an :-)
Dienstag, 22. November 2011
Tour de Vietnam (1)
Die ersten zwei Etappen der Tour de Vietnam von Hanoi nach Saigon liegen nun hinter uns.
Die gestrige erste Etappe führte von Hanoi nach Mai Chau, rund 70 km haben wir dabei mit dem Rad zurück gelegt. Übernachtet haben wir in einem "Homestay", d.h. in einem kleinen Dorf in einem der typischen Häuser hier mit gemütlichem Matratzenlager. Die heutige Etappe führte uns von Mai Chau zum Nationalpark Cuc Phuong, erneut rund 75 km mit dem Rad. Das Profil an beiden Tagen recht wellig, d.h. wir haben sicherlich auch ein paar Höhenmeter gemacht.
Aber die sportlichen Aspekte treten bei den gemachten Eindrücken wahrlich in den Hintergrund. Das Gefühl durch die Dörfer zu kommen und jedes Mal von den Kindern mit grossem "Hallo", Lachen und Gewinke begrüsst zu werden, ist unbeschreiblich. Vielleicht noch am ehesten vergleichbar mit dem Gefühl, wenn man einen Marathon läuft und einen die Leute am Streckenrand anfeuern. Unser Tross fällt natürlich auch besonders auf. Für die Vietnamesen ist Radfahren im Übrigen kein Sport, sondern eher ein Zeichen von Armut. Es fahren nur die Vietnamesen mit dem Rad, die sich kein Moped leisten können.
Die erste Bergwertung (am zweiten Tag) ging trotz Platten (!) an mich. Wirklich komfortabel ist, dass wir unseren eigenen Mechaniker dabei haben. Der Schlauch war im Nullkommanix gewechselt :-). Auch sonst ist das Ganze hervorragend organisiert, der Bus fährt jeweils vorweg, der Guide und der Mechaniker begleiten uns auf dem Rad und der Truck zum Transport der Räder fährt hinterher und stellt sicher, dass niemand verloren geht. Alle 15 bis 20 km gibt es eine Pause, entweder mit Snacks und Drinks oder zum Lunch. Die Versorgung hier in Vietnam ist sowieso unglaublich. Man hat das Gefühl, dass man die ganze Zeit nur am Essen ist. Nicht so attraktive Passagen werden auch mal mit dem Bus zurück gelegt. Durch den Bus und den Truck ist man sehr flexibel.
Leider hatten wir heute ein wenig Pech mit dem Wetter, es war doch recht regnerisch. Ich hoffe, dass das Wetter morgen besser sein wird, wenn wir uns den Nationalpark anschauen. Morgen Abend geht es dann per Nachtzug in den Süden nach Hue.
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| Auf dem Weg von Mai Chau zum Nationalpark Cuc Phuong. |
Die gestrige erste Etappe führte von Hanoi nach Mai Chau, rund 70 km haben wir dabei mit dem Rad zurück gelegt. Übernachtet haben wir in einem "Homestay", d.h. in einem kleinen Dorf in einem der typischen Häuser hier mit gemütlichem Matratzenlager. Die heutige Etappe führte uns von Mai Chau zum Nationalpark Cuc Phuong, erneut rund 75 km mit dem Rad. Das Profil an beiden Tagen recht wellig, d.h. wir haben sicherlich auch ein paar Höhenmeter gemacht.
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| Homestay in Mai Chau |
Aber die sportlichen Aspekte treten bei den gemachten Eindrücken wahrlich in den Hintergrund. Das Gefühl durch die Dörfer zu kommen und jedes Mal von den Kindern mit grossem "Hallo", Lachen und Gewinke begrüsst zu werden, ist unbeschreiblich. Vielleicht noch am ehesten vergleichbar mit dem Gefühl, wenn man einen Marathon läuft und einen die Leute am Streckenrand anfeuern. Unser Tross fällt natürlich auch besonders auf. Für die Vietnamesen ist Radfahren im Übrigen kein Sport, sondern eher ein Zeichen von Armut. Es fahren nur die Vietnamesen mit dem Rad, die sich kein Moped leisten können.
Die erste Bergwertung (am zweiten Tag) ging trotz Platten (!) an mich. Wirklich komfortabel ist, dass wir unseren eigenen Mechaniker dabei haben. Der Schlauch war im Nullkommanix gewechselt :-). Auch sonst ist das Ganze hervorragend organisiert, der Bus fährt jeweils vorweg, der Guide und der Mechaniker begleiten uns auf dem Rad und der Truck zum Transport der Räder fährt hinterher und stellt sicher, dass niemand verloren geht. Alle 15 bis 20 km gibt es eine Pause, entweder mit Snacks und Drinks oder zum Lunch. Die Versorgung hier in Vietnam ist sowieso unglaublich. Man hat das Gefühl, dass man die ganze Zeit nur am Essen ist. Nicht so attraktive Passagen werden auch mal mit dem Bus zurück gelegt. Durch den Bus und den Truck ist man sehr flexibel.
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| Der erste Platten |
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| Lunch-Time! |
Leider hatten wir heute ein wenig Pech mit dem Wetter, es war doch recht regnerisch. Ich hoffe, dass das Wetter morgen besser sein wird, wenn wir uns den Nationalpark anschauen. Morgen Abend geht es dann per Nachtzug in den Süden nach Hue.
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| Im Nationalpark angekommen. |
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